Und beim nächsten Mal? Österreichs Suche nach einem Konzept für die 18. Architekturbiennale

Manuel Pestalozzi
17. Juni 2021
Das Thema des österreichischen Beitrages für die kommende Architekturbiennale ist frei wählbar. Nichtsdestotrotz soll der Vorschlag nachträglich an das Motto der Schau angepasst werden können, das bis dato nicht bekannt ist. (Foto: Thomas Ledl via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

Kurze Zeit erst läuft in Venedig die 17. Architekturbiennale, da denkt man beim zuständigen Bundesministerium schon an Österreichs Auftritt bei der nächsten Auflage der wichtigsten Architekturausstellung der Welt. Bis 14. August 2021 werden Vorschläge gesammelt.

Das Ministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport hat einen Wettbewerb um das kuratorische Konzept für Österreichs Auftritt an der 18. Architekturbiennale von Venedig gestartet, die 2023 stattfinden soll. Aufgrund des engen Zeitrahmens infolge der Pandemie-bedingten Verschiebung der 17. Auflage werde der österreichische Beitrag unabhängig vom bisher noch nicht bekannten Thema der nächsten Schau gewählt, erklärt das Ministerium. Das ausgewählte Projekt solle dann aber doch nach Möglichkeit auf den Leitgedanken Bezug nehmen, also auf diesen nachträglich angepasst werden. Mit anderen Worten: Flexibilität ist gefragt. Dies passt eigentlich, möchte man es positiv sehen, trefflich in eine Zeit, in der nichts mehr gewiss scheint und längerfristige Planungen kaum Sinn machen. 

Den Rahmen bietet natürlich, zumindest das ist völlig sicher, der Pavillon von Josef Hofmann, der 1934 errichtet und 1984 von Hans Hollein restauriert wurde. Die Bespielung des etwas eigensinnigen Bauwerks und seines kleinen Gartens ist eigentlich Herausforderung genug und bietet eine gute Gelegenheit, das aktuelle Wirken der Architektur in Österreich zu repräsentieren oder vielleicht auch kritisch zu hinterfragen. Teilnahmeberechtigt sind Personen, die entweder österreichische Staatsangehörige sind oder ihren ständigen Wohnsitz in Österreich haben. Außerdem müssen sie als Architekt*in beziehungsweise Kurator*in tätig sein oder in einem architekturrelevanten Bereich arbeiten. Wichtig ist selbstredend auch, dass sie mit der österreichischen Kunst- und Architekturszene genauestens vertraut und sehr gut in ihr vernetzt sind. Einsendeschluss ist der 14. August 2021.

Allein die Räumlichkeiten des österreichischen Pavillon bilden einen fixen Rahmen für die Vorschläge. Ansonsten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. (Visualisierung © Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport)

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