Wohnbebauung Guggenthal "The View"

Koppl
Visualisierung © Peter Kröll
Visualisierung © Peter Kröll
Visualisierung © Peter Kröll
Visualisierung © Peter Kröll
Visualisierung © Peter Kröll
Architekten
kofler architects
Jahr
2018
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauherrschaft
Projekt Koppl Entwicklungs GmbH
Team
Robert Schatz, Max Zechner, Petra de Wijn, Manuela Walkner, Erhard Steiner, Mario Danner

1. Preis Baukünstlerischer Wettbewerb, 03.2013

Die besondere Lage des Grundstückes (Ausrichtung n. Westen) im Landschaftsraum, sowie die Hangtopografie erfordern einen besonderen städtebaulichen Ansatz. Die Antwort darauf fanden wir in einer kleingliedrigen, dörflichen Struktur und in weiterer Folge die daraus resultierende, angenehme Maßstäblichkeit von 2- bis 3-geschoßigen Baukörpern.

Die Kleinteiligkeit der Baukörper hatte auch zur Folge, dass man versuchte, die oberirdische Freifläche weitestgehend autofrei zu halten, was eine Steigerung der Lebensqualität für die gesamte Siedlung bedeutet. Demnach sind fast alle Stellplätze in Tiefgaragen dem Hangverlauf folgend untergebracht.

Dadurch gelangt man mehrheitlich ebenerdig über unzählige Verbindungswege zu den einzelnen Wohnungseingängen und allenfalls über einläufige Treppen und/ oder einem Aufzug in die darüber oder darunter liegenden Wohnungen. Die individuellen Zugänge sollen bei den Bewohnern eine hohe Identifikation mit der eigenen Adresse bewirken.

Aus dem städtebaulichen Konzept heraus ergaben sich entsprechend der Anordnung und Struktur der Baukörper Adressbezeichnungen wie Hof, Stiege und Zeile (Stadtnähe + gehobener Wohnungsbau). Es gibt auch etliche Adressen an der Promenade - einer der Hauptachswege.
Damit sich Besucher auf dem Gelände zurechtfinden und die gesuchte Adresse ausfindig machen können, wurde ein Farb-Informationssystem installiert.

2-, 3- und 4-Zimmer Wohnungen, sowie Maisonette und Penthouse Wohnungen bilden das Wohnungsangebot. Die Hanglage ermöglicht eine vertikale Staffelung der Wohnungen, wodurch man Weitblick, Bergblick und Stadtblick erhält.

Die Freiraumgestaltung sieht auf Grund der Baukörper- und Hangtopografie eine Achsverbindung von unten nach oben (oder umgekehrt) vor, ausgestaltet mit breiten, beleuchteten Treppen, kleineren und größeren Plätzen mit begrünten Verweilinseln auf den unterschiedlichen Ebenen. Quer durch die ganze Siedlung verläuft auf mittlerer Höhe die breite „Promenade“, welche den zentral gelegenen großzügigen Dorfplatz umfasst.

Die Wohnanlage ist aus ökologischen Gesichtspunkten in konventioneller Ziegelbauweise errichtet worden und durch einen Farb- und Materialwechsel (teilweise Putz- und Holzflächen) in der Fassadengestaltung wird eine Differenzierung der Baukörper angestrebt.

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